Safari-Helicopter D-HGBW
Lärmmessung vom 26. Juni 2006
Der Ablauf im Zeitraffer ....
Am 26.Juni 2006 war es dann soweit. Das Wetter sah zunächst nicht danach aus, als würde es problemlos mitspielen.
Kaum waren wir am Flugplatz, ging erst einmal ein Gewitter herunter ...
Glücklicherweise hat es sich nach einer Stunde verzogen und die Sonne hat das Gras wieder schnell abgetrocknet...
Anwesend waren:
Herr Westphal, Luftfahrtbundesamt Braunschweig, zuständig für Umwelt/Lärm
Herr und Frau Styrsky, Lärmbeauftragter der OUV, mit viel Technik im Kofferraum...
Bernhard Huschle
Bernhard Riehl, Kollege von Bernhard Huschle
Gustel Schrempp
Zuerst mußte jeder vom Team über den Ablauf der Messung "aufgeklärt" werden.
Und unsere Mannschaft vom Tower mußte auch korrekt informiert werden, zumal wir seit ein paar Tagen jetzt eine Kontrollzone mit Luftraum "D" haben...
Die "neue" Mannschaft kannte uns nicht, und wir die nicht. Kurz gesagt, danke an sie, es hat prima geklappt...
Dann mußte eine geeignete Stelle am Platz gefunden werden, wo wir den normalen Flugverkehr nicht störten und der uns mit seinem Lärm auch nicht dazwischen funkte.
Wir entschieden uns für die Ost-Seite des Platzes, entlang dem Tower.
Es mußten dann 3 Messpunkte im Abstand von je 150m in einer geraden Flucht aufgestellt werden.
An den 3 Messpunkten wurden Spiegel mit Polaroid-Kameras aufgebaut. Die Spiegel lagen waagrecht auf dem Boden.
Wenn man dann im Spiegel (ca 40 x 40 cm, siehe Bild-Nr. 10) den überfliegenden Hubschrauber gesehen hat, mußte der Kameraauslöser gedrückt werden, damit der Hubi von unten fotografiert werden konnte.
Mit Hilfe dieser jeweils 3 Bilder pro Überflug konnte dann die exakte Überflughöhe bestimmt und zugleich dokumentiert werden.
(Die Technik, wie mit den Bildern und dem Kufenabstand die exakte Höhe ermittelt werden kann, beschreibe ich einmal später...)
Alle 3 Messpunkte mußten in einer Überflughöhe von 150m +- 5 % exakt überflogen werden.
Das war gar nicht so leicht, zumal mit max.Abfluggewicht (680 kg) und max.dauerhafter Reisegeschwindigkeit (82 knots, 26 Inch-MFP) geflogen werden musste.
War eine Höhe des jeweiligen Durchganges nicht innerhalb dieses Bereiches, dann war die komplette Messreihe ungültig.
Und das passierte natürlich ab und an....
Am mittleren Messpunkt waren Herr und Frau Styrsky sowie Herr Westphal, die das ganze auf einen digitalen Tonträger aufzeichneten (DAT) und die Bilder danach auswerteten.
Am Anfang war das alles sehr spannend, bis das dann mal alles so klappte. Und es artete dann doch noch richtig in Arbeit aus...
(Siehe Bilder Nr. 11 + 12)
Aber es ist wie immer mit der Arbeit, erst kommt der Fleiß und dann erst der Preis ...
Nach ein paar Stunden und zahlreichen Überflügen konnten wir dann vom "Bodenteam" das "fertig, es reicht" im Funk hören.
Es war für Bernhard als Pilot und mich als "Kameramann" der alles fotografieren "durfte", ganz schön spannend und erleichternd zugleich.
Auch für das "Bodenteam" war das sicherlich kein entspannter Tag.
Bei der Auswertung der Messreihen waren wir natürlich sehr gespannt, wie das wohl ausgehen würde.
Eines ahnten wir ja schon lange. Der Safari hat einen erträglichen Sound ...
Und so war es denn dann auch. Wir waren weit unterhalb der zulässigen Lärmgrenze.
Schön für uns, schön für Safari, gut für die Mitbürger, die uns manchmal zwangsweise "zuhören" müssen.
Ein herzliches Dankeschön an Alle die uns geholfen haben, diese notwendige Messung hinter uns zu bringen.!
Besonderen Dank auch an Frau Styrsky, die nicht nur als "Ehefrau" dabei war.! Sie war im wahrsten Sinn des Wortes die rechte Hand ihres Mannes.
Wir sind auf dem Weg zur endgültigen Zulassung wieder einen Schritt weiter gekommen.
Und zum Schluss noch ein paar Bilder...